Eine Idee pro Lektion. Schau zu, verändere etwas und prüfe dein Verständnis.
Potenzfunktionen erkunden
DEIN AUFTRAG
Verändere \(n\), wähle eine Prüfstelle und lies denselben Wert am Graphen, in der Tabelle und im Term ab.
WAS DU ERKENNST
\(y=x^2\)Prüfpunkt \(P\)
WERTETABELLE – WÄHLE EINEN PUNKT
VOM PUNKT ZUM TERM
Die orange Markierung, die ausgewählte Tabellenzeile und die Rechnung gehören zusammen.
DER KERN
Vorzeichen und Teilbarkeit des Exponenten durch \(2\) bestimmen die vier Fälle. Der Ausschnitt bleibt fest. Der Prüfstellenregler bietet nur Werte an, deren Punkte im Ausschnitt liegen; bei negativen Exponenten überspringt er die Lücke um \(0\).
Potenzen und Kehrwerte
DEIN AUFTRAG
Vergleiche \(x^3\) und \(x^{-3}\). Was verändert das Minus im Exponenten? Prüfe deine Vermutung mit einem Wert aus der Tabelle.
DER KERN
Ein positiver ganzzahliger Exponent bedeutet wiederholtes Multiplizieren. Ein negativer Exponent bedeutet den Kehrwert der entsprechenden positiven Potenz:
\(x^3=x\cdot x\cdot x,\qquad x^{-3}=\frac1{x^3}\)
Für \(n<0\) darfst du \(x=0\) nicht einsetzen. Ein negativer Exponent bedeutet also nicht automatisch einen negativen Funktionswert.
Produkt, Kehrwert und Definitionsmenge
\(2^3=8,\qquad2^{-3}=\frac1{2^3}=\frac18\)
Bei \(n>0\) sind alle reellen Eingaben erlaubt: \(D=\mathbb R\). Bei \(n<0\) darf der Nenner nicht \(0\) sein: \(D=\mathbb R\setminus\{0\}\).
Wir betrachten zunächst \(f(x)=x^n\) mit ganzzahligem \(n\ne0\). Das Vorzeichen von \(n\) entscheidet über Produkt oder Kehrwert. Gerade oder ungerade entscheidet über die Symmetrie.
Kleiner als 1 – größer als 1
DEIN AUFTRAG
Vergleiche die positiven Exponenten \(n\) und \(n+2\). Prüfe die Tabellenwerte bei \(x=0{,}5\), \(x=1\) und \(x=1{,}25\). Verfolge den Prüfpunkt: Wo liegt der größere Funktionswert?
Fester Ausschnitt. Die markierten Punkte gehören zur Tabelle.
WERTETABELLE
DER KERN
Bei \(0<x<1\) wird der Wert mit einem größeren positiven Exponenten kleiner. Bei \(x>1\) wird er größer. Bei \(x=1\) bleibt er gleich.
Verbinde die Tabellenwerte mit den Punkthöhen und erkläre den Unterschied mit den zusätzlichen Faktoren \(x\).
Warum kehrt sich der Vergleich bei eins um?
\(x^{n+2}=x^n\cdot x^2\qquad(n>0)\)
Für \(0<x<1\) ist der zusätzliche Faktor \(x^2\) kleiner als \(1\). Für \(x>1\) ist er größer als \(1\). Bei \(x=1\) ändert er den Wert nicht.
Eingabe
\(x^2\)
\(x^4\)
\(x=0{,}5=\frac12\)
\(\frac14\)
\(\frac1{16}\)
\(x=1\)
\(1\)
\(1\)
\(x=1{,}25=\frac54\)
\(\frac{25}{16}\)
\(\frac{625}{256}\)
Der Vergleich gilt auch für die Beträge bei negativen Eingaben. Weil sich \(n\) und \(n+2\) um eine gerade Zahl unterscheiden, bleibt ihre Art der Symmetrie gleich. Bei negativen Exponenten kehrt der Kehrwert den Betragsvergleich um; das untersuchst du bei den negativen Fällen.
Üben und prüfen
DEIN AUFTRAG
Rechne und begründe zuerst selbst. Prüfe dann deine Antworten; Hinweise und Lösungswege kannst du aufklappen.
Zahlen mit Komma oder Punkt und Brüche wie \(-\frac18\) sind möglich. Bei Auswahlfeldern wählst du die passende Aussage.
\(01\)GRUNDLAGEN
Die Klammer entscheidet über das Vorzeichen.
Berechne die beiden Funktionswerte. Bei \(x=-2\) wird die gesamte negative Zahl potenziert.
\(f(x)=x^3\qquad g(x)=x^4\)
Ein Hinweis für dich
Schreibe die Potenz als Produkt. Eine gerade Anzahl negativer Faktoren ergibt ein positives Produkt; eine ungerade Anzahl ein negatives.
Lösung und Begründung anzeigen
LÖSUNGSWEG
\(f(-2)=(-2)^3=(-2)\cdot(-2)\cdot(-2)=-8\)
\(g(-2)=(-2)^4=16\)
Achte auf die Klammern: \((-2)^4=16\), aber \(-2^4=-(2^4)=-16\). Beim Einsetzen in \(g(x)=x^4\) lautet der Ausdruck \((-2)^4\).
\(02\)GRUNDLAGEN
Ein negativer Exponent bedeutet Kehrwert.
Berechne die Werte und wähle die gemeinsame Definitionsmenge. Brüche kannst du auch als Dezimalzahlen eingeben.
\(f(x)=x^{-2}\qquad g(x)=x^{-3}\)
Ein Hinweis für dich
Für \(x\ne0\) gilt \(x^{-m}=\frac{1}{x^m}\). Ein negativer Exponent macht einen Funktionswert nicht automatisch negativ.
Lösung und Begründung anzeigen
LÖSUNGSWEG
\(f(-2)=\frac{1}{(-2)^2}=\frac14=0{,}25\)
\(g(-2)=\frac{1}{(-2)^3}=-\frac18=-0{,}125\)
Bei \(x=0\) wäre der Nenner null. Beide Funktionen haben deshalb die Definitionsmenge \(D=\mathbb R\setminus\{0\}\).
Positiv und gerade
DEIN AUFTRAG
Verändere den Exponenten, zum Beispiel von \(2\) auf \(4\) oder \(6\). Welche Punkte bleiben erhalten? Vergleiche die Werte bei \(x\) und \(-x\) mit den Punkthöhen im Graphen.
Fester Ausschnitt. Die markierten Punkte gehören zur Tabelle.
WERTETABELLE
DER KERN
Positiv: Der Graph geht durch \((0\mid0)\). Gerade: Gegenüberliegende Eingaben haben dieselbe Höhe; der Graph ist zur \(y\)-Achse symmetrisch.
Links fällt der Graph zum Ursprung, rechts steigt er. Beide Enden laufen nach oben.
Merkmale und eine Rechnung zum Vergleich
Alle positiven geraden Potenzen teilen \((-1\mid1)\), \((0\mid0)\) und \((1\mid1)\). Es gilt \(D=\mathbb R\), \(W=[0;\infty)\) und \(f(-x)=f(x)\).
Zwischen \(0\) und \(1\) wird der Wert bei größerem Exponenten kleiner; bei Eingaben über \(1\) wird er größer. Wegen der Achsensymmetrie gilt derselbe Vergleich auf der linken Seite.
Positiv und ungerade
DEIN AUFTRAG
Verändere den Exponenten, zum Beispiel von \(1\) auf \(3\) oder \(5\). Welche Punkte bleiben erhalten? Vergleiche die Werte bei \(x\) und \(-x\) mit den Punkthöhen im Graphen.
Fester Ausschnitt. Die markierten Punkte gehören zur Tabelle.
WERTETABELLE
DER KERN
Positiv: Der Graph geht durch \((0\mid0)\). Ungerade: Gegenüberliegende Eingaben haben entgegengesetzte Höhen; der Graph ist zum Ursprung punktsymmetrisch.
Der Graph steigt durchgehend. Sein linkes Ende läuft nach unten, sein rechtes nach oben.
Merkmale und die Punktpaare
Alle positiven ungeraden Potenzen teilen \((-1\mid-1)\), \((0\mid0)\) und \((1\mid1)\). Es gilt \(D=W=\mathbb R\) und \(f(-x)=-f(x)\).
\(f(x)=x^3:\qquad f(1)=1,\quad f(-1)=-1\)
Zu \((x\mid y)\) gehört \((-x\mid-y)\). Eine Drehung um \(180^\circ\) um den Ursprung bildet diese Punkte aufeinander ab. Bei \(n=1\) entsteht die Gerade \(y=x\).
Negativ und gerade
DEIN AUFTRAG
Verändere den Exponenten, zum Beispiel von \(-2\) auf \(-4\) oder \(-6\). Welche Punkte bleiben erhalten? Vergleiche die Werte bei \(x\) und \(-x\) und beschreibe die Spiegelung der beiden Äste.
Fester Ausschnitt. Die markierten Punkte gehören zur Tabelle.
WERTETABELLE
DER KERN
Negativ: Es entsteht ein Kehrwert; \(x=0\) ist ausgeschlossen. Gerade: Die Werte sind positiv und der Graph ist zur \(y\)-Achse symmetrisch.
Nahe \(0\) laufen beide Äste nach oben. Weit links und weit rechts nähern sie sich der \(x\)-Achse.
Kehrwert und Merkmale
\(x^{-2}=\frac1{x^2},\qquad x^{-4}=\frac1{x^4}\)
Die Graphen teilen \((-1\mid1)\) und \((1\mid1)\), besitzen aber keine Nullstelle. Es gilt \(D=\mathbb R\setminus\{0\}\), \(W=(0;\infty)\) und \(f(-x)=f(x)\).
Der linke Ast steigt auf \((-\infty;0)\); der rechte fällt auf \((0;\infty)\). Beide Koordinatenachsen sind Asymptoten.
Der Graph kann der \(x\)-Achse beliebig nahe kommen. Der Wert \(0\) wird trotzdem nie erreicht.
Negativ und ungerade
DEIN AUFTRAG
Verändere den Exponenten, zum Beispiel von \(-1\) auf \(-3\) oder \(-5\). Welche Punkte bleiben erhalten? Vergleiche die Werte bei \(x\) und \(-x\) mit den Punkthöhen im Graphen.
Fester Ausschnitt. Die markierten Punkte gehören zur Tabelle.
WERTETABELLE
DER KERN
Negativ: Es entsteht ein Kehrwert; \(x=0\) ist ausgeschlossen. Ungerade: Die Werte haben das Vorzeichen von \(x\); der Graph ist zum Ursprung punktsymmetrisch.
Nahe \(0\) läuft der linke Ast nach unten, der rechte nach oben. Weit links und weit rechts nähern sich beide der \(x\)-Achse.
Kehrwert und Merkmale
\(x^{-1}=\frac1x,\qquad x^{-3}=\frac1{x^3}\)
Die Graphen teilen \((-1\mid-1)\) und \((1\mid1)\), besitzen aber keine Nullstelle. Es gilt \(D=W=\mathbb R\setminus\{0\}\) und \(f(-x)=-f(x)\).
Jeder Ast fällt auf seinem eigenen Intervall. Über die Definitionslücke hinweg darfst du daraus keine durchgehende Abnahme ableiten:
\(-1<1,\qquad f(-1)=-1<1=f(1)\)
Beide Koordinatenachsen sind Asymptoten.
Der Sonderfall: Exponent null
DEIN AUFTRAG
Was passiert für den Exponenten \(0\)? Vergleiche die Werte für mehrere von \(0\) verschiedene Eingaben.
Fester Ausschnitt. Die markierten Punkte gehören zur Tabelle.
WERTETABELLE
DER KERN
Für \(x\ne0\) gilt \(x^0=1\). Der Graph ist dort die waagerechte Gerade \(y=1\).
In dieser Lektion betrachten wir ausdrücklich die konstante Funktion \(f(x)=1\) auf ganz \(\mathbb R\), also auch mit \(f(0)=1\). Ihr Wertebereich ist \(\{1\}\). Der Exponentenregler der übrigen Lektionen lässt diesen Sonderfall aus.
Warum wird die Stelle null gesondert festgelegt?
\(x^0=\frac{x^m}{x^m}=1\qquad(x\ne0,\ m>0)\)
Bei \(x=0\) wäre dieser Quotient \(\frac00\), der nicht definiert ist. Die Festlegung \(f(0)=1\) gehört zur hier gewählten konstanten Funktion. Sie legt keinen allgemeinen Wert für \(0^0\) fest.
Üben und prüfen
DEIN AUFTRAG
Rechne und begründe zuerst selbst. Prüfe dann deine Antworten; Hinweise und Lösungswege kannst du aufklappen.
Zahlen mit Komma oder Punkt und Brüche wie \(-\frac18\) sind möglich. Bei Auswahlfeldern wählst du die passende Aussage.
\(03\)GRUNDLAGEN
Zwei Entscheidungen ergeben vier Klassen.
Ordne jede Funktion ein: Ist der Exponent positiv oder negativ? Ist er gerade oder ungerade?
Eine ganze Zahl ist gerade, wenn sie ohne Rest durch \(2\) teilbar ist. Das gilt auch für negative ganze Zahlen.
Ein Hinweis für dich
Prüfe das Vorzeichen des Exponenten und seine Teilbarkeit durch \(2\) unabhängig voneinander. Beispielsweise ist \(-4\) negativ und gerade.
Lösung und Begründung anzeigen
LÖSUNGSWEG
\(x^6\): positiv und gerade. \(x^5\): positiv und ungerade. \(x^{-4}\): negativ und gerade. \(x^{-3}\): negativ und ungerade.
Das Vorzeichen des Exponenten entscheidet über die Definitionslücke bei \(0\) und das Globalverhalten. Gerade oder ungerade entscheidet über die Symmetrie.
\(04\)GRUNDLAGEN
Negativ und gerade: zwei positive Äste.
Untersuche \(f(x)=x^{-4}=\frac{1}{x^4}\). Wähle die Aussagen, die für den gesamten Graphen gelten.
Ein Hinweis für dich
Für jede von null verschiedene Zahl ist \(x^4>0\). Ersetze außerdem \(x\) durch \(-x\).
Lösung und Begründung anzeigen
LÖSUNGSWEG
Für \(x\ne0\) gilt \(x^4>0\), also \(f(x)>0\). Der Graph liegt in den Quadranten I und II.
\(f(-x)=\frac{1}{(-x)^4}=\frac{1}{x^4}=f(x)\)
Damit ist er zur \(y\)-Achse symmetrisch. Bei \(x=0\) ist die Funktion nicht definiert: \(D=\mathbb R\setminus\{0\}\).
\(05\)GRUNDLAGEN
Negativ und ungerade: zwei verschiedene Vorzeichen.
Untersuche \(f(x)=x^{-3}=\frac{1}{x^3}\). Berechne einen Wert und ordne die beiden Graphenäste ein.
Ein Hinweis für dich
Bei einer ungeraden Potenz bleibt das Vorzeichen von \(x\) erhalten. Dasselbe gilt beim Bilden des Kehrwerts.
Lösung und Begründung anzeigen
LÖSUNGSWEG
\(f(-2)=\frac{1}{(-2)^3}=-\frac18=-0{,}125\)
Für \(x>0\) gilt \(f(x)>0\), für \(x<0\) gilt \(f(x)<0\). Die Äste liegen in den Quadranten I und III.
Der Graph ist punktsymmetrisch zum Ursprung, obwohl der Ursprung selbst nicht zum Graphen gehört.
An der y-Achse spiegeln
DEIN AUFTRAG
Spiegle einen Graphenpunkt an der \(y\)-Achse. Liegt sein Spiegelpunkt ebenfalls auf dem Graphen? Vergleiche dazu die Werte bei \(x\) und \(-x\).
Fester Ausschnitt. Die markierten Punkte gehören zur Tabelle.
WERTETABELLE
DER KERN
Bei der Achsenspiegelung wird aus \(P(x\mid y)\) der Punkt \(P'(-x\mid y)\). Die Höhe bleibt gleich. Für gerade Exponenten passt jedes dieser Punktpaare zum Graphen.
\(f(-x)=f(x)\)
Prüfe dieselbe Spiegelung auch mit einem ungeraden Exponenten. Ein einzelnes passendes Punktpaar reicht noch nicht als Beweis für die ganze Funktion.
Vom Punktpaar zur Rechnung
\(1\)
Graph: Bei \(f(x)=x^2\) liegen \((1\mid1)\) und \((-1\mid1)\) auf gleicher Höhe.
\(2\)
Tabelle: Zu gegenüberliegenden Eingaben gehören gleiche Werte: \(f(1)=f(-1)=1\).
\(3\)
Term: Eine gerade Anzahl von Minuszeichen hebt sich auf. Deshalb gilt für jedes erlaubte \(x\):
\((-x)^{2k}=x^{2k}\qquad(k=1,2,\ldots)\)
\(4\)
Auch bei negativen Exponenten: Der Kehrwert ändert daran nichts:
Der Graph muss die \(y\)-Achse nicht berühren. Entscheidend sind die passenden Spiegelpaare.
Am Ursprung spiegeln
DEIN AUFTRAG
Spiegle einen Graphenpunkt am Ursprung. Liegt sein Spiegelpunkt ebenfalls auf dem Graphen? Vergleiche die Werte bei \(x\) und \(-x\).
Fester Ausschnitt. Die markierten Punkte gehören zur Tabelle.
WERTETABELLE
DER KERN
Bei der Punktspiegelung wird aus \(P(x\mid y)\) der Punkt \(P'(-x\mid-y)\). Beide Vorzeichen wechseln. Für ungerade Exponenten passt jedes dieser Punktpaare zum Graphen.
\(f(-x)=-f(x)\)
Prüfe dieselbe Spiegelung auch mit einem geraden Exponenten. Ein einzelnes passendes Punktpaar reicht noch nicht als Beweis für die ganze Funktion.
Vom Punktpaar zur Rechnung
\(1\)
Graph: Bei \(f(x)=x^3\) werden \((1\mid1)\) und \((-1\mid-1)\) durch eine halbe Drehung um den Ursprung aufeinander abgebildet.
\(2\)
Tabelle: Die Werte sind Gegenzahlen: \(f(-1)=-f(1)=-1\).
\(3\)
Term: Bei einer ungeraden Anzahl von Minuszeichen bleibt ein Minuszeichen übrig:
\((-x)^{2k-1}=-x^{2k-1}\qquad(k=1,2,\ldots)\)
\(4\)
Auch bei negativen Exponenten: Der Kehrwert behält das Minuszeichen:
\((-x)^{-(2k-1)}=-x^{-(2k-1)}\qquad(x\ne0)\)
Der Ursprung muss nicht auf dem Graphen liegen. Auch zwei getrennte Äste können zum Ursprung punktsymmetrisch sein.
Üben und prüfen
DEIN AUFTRAG
Rechne und begründe zuerst selbst. Prüfe dann deine Antworten; Hinweise und Lösungswege kannst du aufklappen.
Zahlen mit Komma oder Punkt und Brüche wie \(-\frac18\) sind möglich. Bei Auswahlfeldern wählst du die passende Aussage.
\(06\)VERTIEFEN
Symmetrie für alle \(x\) nachweisen.
Prüfe die Symmetrie von \(f(x)=x^8\) rechnerisch. Ergänze die allgemeine Umformung und wähle den passenden Zusammenhang.
Ein einzelnes Wertepaar kann den allgemeinen Nachweis nicht ersetzen.
Ein Hinweis für dich
Schreibe \((-x)^8=(-1)^8x^8\). Entscheidend ist der Faktor \((-1)^8\).
Lösung und Begründung anzeigen
LÖSUNGSWEG
\(f(-x)=(-x)^8=(-1)^8x^8=1\cdot x^8=f(x)\)
Diese Gleichheit gilt für jedes \(x\in\mathbb R\). Deshalb ist der Graph achsensymmetrisch zur \(y\)-Achse. Allgemein gilt dieselbe Rechnung für jeden geraden ganzzahligen Exponenten; bei negativen Exponenten setzt man \(x\ne0\) voraus.
\(07\)VERTIEFEN
Der Symmetrienachweis funktioniert auch beim Kehrwert.
Prüfe \(f(x)=x^{-5}=\frac{1}{x^5}\) rechnerisch. Forme \(f(-x)\) für beliebige \(x\ne0\) um und wähle die passenden Aussagen.
Ein Hinweis für dich
Es gilt \((-x)^5=-x^5\). Ein Minuszeichen im Nenner lässt sich vor den Bruch ziehen.
Die Rechnung gilt für jedes \(x\in\mathbb R\setminus\{0\}\). Daher ist der Graph punktsymmetrisch zum Ursprung. Seine Definitionsmenge ist ebenfalls symmetrisch: Mit jedem erlaubten \(x\) ist auch \(-x\) erlaubt.
Die Definitionslücke bei \(0\) verhindert diesen Nachweis nicht. Eine Punktsymmetrie verlangt nicht, dass das Symmetriezentrum zum Graphen gehört.
Globalverhalten: links und rechts
DEIN AUFTRAG
Stell dir vor, du folgst dem Graphen immer weiter nach rechts oder nach links. Wandert er nach oben, nach unten oder immer näher an die \(x\)-Achse? Das nennt man Globalverhalten.
1. Die Bewegung beobachten
Beginne mit \(f(x)=x^2\) und der rechten Seite. Klicke auf „Abspielen“ und verfolge den großen Punkt. Vergleiche danach mit \(f(x)=x^{-2}\). Wohin bewegt sich der Punkt jetzt?
2. Seite auswählen
Die Achsen bleiben beim Bewegen fest. Kleine Punkte zeigen die bisherige Spur.
Weitere Exponenten ausprobieren
Das Vorzeichen und „gerade oder ungerade“ entscheiden über das Verhalten. Probiere ein anderes Beispiel derselben Klasse.
2. Die Beobachtung mathematisch ausdrücken
Wir beschreiben zuerst, wohin die Eingaben \(x\) gehen, und dann, wohin die zugehörigen Werte \(f(x)\) gehen. Der Pfeil \(\to\) bedeutet hier „geht in Richtung“ oder „nähert sich“.
\(x\to+\infty\)
„\(x\) wird immer größer.“ Du gehst auf der \(x\)-Achse immer weiter nach rechts. \(+\infty\) steht für unbegrenztes Wachsen.
\(x\to-\infty\)
„\(x\) wird immer kleiner.“ Du gehst auf der \(x\)-Achse immer weiter nach links. \(-\infty\) steht für unbegrenztes Fallen.
\(f(x)\to+\infty\) oder \(f(x)\to-\infty\)
Die Höhen wachsen unbegrenzt nach oben oder fallen unbegrenzt nach unten.
\(f(x)\to0\)
Die Höhen kommen \(0\) immer näher. \(0\) ist die Grenze; der Graph nähert sich der \(x\)-Achse.
Wichtig: Unendlich ist kein erreichbarer Punkt und keine größte Zahl. Das Tool zeigt endlich viele Punkte. Ihre Bewegung veranschaulicht die Tendenz; sie ersetzt keine Begründung für den ganzen Graphen.
3. Beide Teile zusammen lesen
Für das im Tool gewählte Beispiel lautet die vollständige Aussage:
DER KERN
Positiver Exponent: Die Beträge der Werte wachsen unbegrenzt. Negativer Exponent: Die Werte nähern sich \(0\).
Links entscheidet gerade oder ungerade über das Vorzeichen. Rechts sind die Werte dieser Grundfunktionen positiv. Prüfe beide Seiten getrennt.
Die vier Klassen vergleichen und begründen
Exponent
Links: \(x\to-\infty\)
Rechts: \(x\to+\infty\)
positiv, gerade
\(f(x)\to+\infty\)
\(f(x)\to+\infty\)
positiv, ungerade
\(f(x)\to-\infty\)
\(f(x)\to+\infty\)
negativ, gerade
\(f(x)\to0\), von oben
\(f(x)\to0\), von oben
negativ, ungerade
\(f(x)\to0\), von unten
\(f(x)\to0\), von oben
Bei \(n=-k\) mit \(k>0\) gilt \(\lvert x^{-k}\rvert=\frac{1}{\lvert x\rvert^k}\). Wird der Nenner immer größer, wird der Kehrwert immer kleiner. Bei positiven Exponenten wird dagegen der Betrag immer größer. Eine gerade Potenz ist positiv; eine ungerade behält das Vorzeichen der Eingabe.
Für negative Exponenten ist \(y=0\) eine waagerechte Asymptote: eine Gerade, der sich der Graph nähert. Hier wird sie nie erreicht.
Freiwillig: die Schreibweise mit „lim“
„lim“ steht für Grenzwert. Der Ausdruck unter „lim“ beschreibt die Richtung der Eingaben:
\(\lim_{x\to+\infty}x^{-2}=0\)
Lies: „Der Grenzwert von \(x^{-2}\) für \(x\) gegen plus unendlich ist \(0\).“ Dieselbe Aussage kannst du zunächst mit Pfeilen schreiben: \(x^{-2}\to0\) für \(x\to+\infty\).
An null heran – von links und rechts
DEIN AUFTRAG
Jetzt gehen wir zur Mitte: Was passiert mit dem Graphen, wenn die Eingaben \(0\) immer näher kommen? Untersuche die linke und die rechte Seite getrennt.
1. An die Stelle null herangehen
Beginne rechts mit \(f(x)=x^{-2}\). Klicke auf „Abspielen“. Beobachte: Der Punkt kommt der \(y\)-Achse näher, seine Höhe wächst. Vergleiche dann mit \(f(x)=x^2\).
2. Seite auswählen
Die Achsen bleiben beim Bewegen fest. Kleine Punkte zeigen die bisherige Spur.
Weitere Exponenten ausprobieren
Das Vorzeichen und „gerade oder ungerade“ entscheiden über das Verhalten. Probiere ein anderes Beispiel derselben Klasse.
2. Die Annäherungsrichtung lesen
Der Pfeil \(\to\) bedeutet „nähert sich“. Die kleinen Zeichen hinter \(0\) beschreiben, von welcher Seite die Eingaben kommen:
\(x\to0^-\)
Negative Eingaben kommen \(0\) immer näher: zum Beispiel \(-1\), \(-0{,}5\), \(-0{,}1\). Du kommst von links.
\(x\to0^+\)
Positive Eingaben kommen \(0\) immer näher: zum Beispiel \(1\), \(0{,}5\), \(0{,}1\). Du kommst von rechts.
\(0^-\) und \(0^+\) sind keine verschiedenen Zahlen und keine Potenzen. Sie bezeichnen die Richtung der Annäherung. Annähern ist nicht dasselbe wie Einsetzen. Bei negativen Exponenten darfst du \(x=0\) nicht einsetzen.
3. Die zugehörigen Höhen beschreiben
\(f(x)\to0\) bedeutet: Die Höhen kommen \(0\) näher. \(f(x)\to+\infty\) oder \(f(x)\to-\infty\) bedeutet: Sie wachsen unbegrenzt nach oben oder fallen unbegrenzt nach unten. Für deine Auswahl im Tool gilt:
DER KERN
Positiver Exponent: Auf beiden Seiten gilt \(f(x)\to0\). Der Ursprung \((0\mid0)\) gehört zum Graphen.
Negativer Exponent: \(x=0\) ist eine Definitionslücke. Nahe \(0\) wachsen die Beträge unbegrenzt; man spricht von einer Polstelle. Die \(y\)-Achse ist eine senkrechte Asymptote.
Unendlich ist kein Funktionswert bei \(0\). Endlich viele sichtbare Punkte zeigen nur, in welche Richtung sich der Graph fortsetzt.
Die Klassen nahe null vergleichen
Exponent
Von links: \(x\to0^-\)
Von rechts: \(x\to0^+\)
positiv
\(f(x)\to0\)
\(f(x)\to0\)
negativ, gerade
\(f(x)\to+\infty\)
\(f(x)\to+\infty\)
negativ, ungerade
\(f(x)\to-\infty\)
\(f(x)\to+\infty\)
Bei \(x^{-k}=\frac{1}{x^k}\) wird der Betrag des Nenners nahe \(0\) beliebig klein; der Betrag des Kehrwerts wird beliebig groß. Gerade oder ungerade entscheidet links über das Vorzeichen.
Welche Punkte gemeinsam sind
DEIN AUFTRAG
Vergleiche die Graphen an den Stellen \(-1\), \(0\) und \(1\). Welche Punkte passen zu allen Exponenten? Welche nur zu geraden, ungeraden oder positiven Exponenten?
Fester Ausschnitt. Die markierten Punkte gehören zur Tabelle.
WERTETABELLE
DER KERN
Der Punkt \((1\mid1)\) gehört zu allen Basisfunktionen \(f(x)=x^n\). Bei \(x=-1\) entscheidet gerade oder ungerade über die Höhe. Bei \(x=0\) entscheidet das Vorzeichen des Exponenten, ob ein Punkt vorhanden ist.
Verbinde jede Beobachtung am Graphen mit einem Tabellenwert und begründe sie durch Einsetzen in den Term.
Die gemeinsamen Punkte nachrechnen
Exponenten
Graphenpunkt
Rechnung
alle erlaubten \(n\)
\((1\mid1)\)
\(1^n=1\)
gerade \(n\)
\((-1\mid1)\)
\((-1)^n=1\)
ungerade \(n\)
\((-1\mid-1)\)
\((-1)^n=-1\)
positive \(n\)
\((0\mid0)\)
\(0^n=0\)
negative \(n\)
kein Punkt bei \(x=0\)
Nenner \(0\): nicht definiert
Bei negativen Exponenten bleiben die Werte bei \(\pm1\) erhalten, denn \(\frac11=1\) und \(\frac1{-1}=-1\). Der Punkt \((1\mid1)\) verrät daher noch nicht den Exponenten.
Welche x-Werte – welche y-Werte?
DEIN AUFTRAG
Lies am Graphen ab: Welche Eingaben sind erlaubt? Welche Höhen werden erreicht? Prüfe besonders die Stelle \(x=0\) und die Höhe \(y=0\).
Fester Ausschnitt. Die markierten Punkte gehören zur Tabelle.
WERTETABELLE
DER KERN
Die Definitionsmenge \(D\) enthält die erlaubten Eingaben. Der Wertebereich \(W\) enthält alle erreichten Höhen.
Positive Potenzen haben die Nullstelle \(0\). Negative Potenzen sind bei \(0\) nicht definiert und erreichen auch die Höhe \(0\) nie.
Die vier Fälle als Übersicht
Für \(f(x)=x^n\) mit ganzzahligem \(n\ne0\)
Exponent
\(D\)
\(W\)
Nullstellen
Strenger Verlauf
Positiv, gerade
\(\mathbb R\)
\([0;\infty)\)
\(x=0\)
Links fallend, rechts steigend; Grenze bei \(0\).
Positiv, ungerade
\(\mathbb R\)
\(\mathbb R\)
\(x=0\)
Auf ganz \(\mathbb R\) steigend.
Negativ, gerade
\(\mathbb R\setminus\{0\}\)
\((0;\infty)\)
Keine
Auf \((-\infty;0)\) steigend; auf \((0;\infty)\) fallend.
Negativ, ungerade
\(\mathbb R\setminus\{0\}\)
\(\mathbb R\setminus\{0\}\)
Keine
Auf jedem der beiden Intervalle \((-\infty;0)\) und \((0;\infty)\) fallend.
Eine offene Intervallgrenze bedeutet, dass der Wert nicht enthalten ist. Bei \(x^{-2}\) können die Werte beliebig nahe an \(0\) liegen, bleiben aber positiv. Deshalb gilt \(W=(0;\infty)\).
Üben und prüfen
DEIN AUFTRAG
Rechne und begründe zuerst selbst. Prüfe dann deine Antworten; Hinweise und Lösungswege kannst du aufklappen.
Zahlen mit Komma oder Punkt und Brüche wie \(-\frac18\) sind möglich. Bei Auswahlfeldern wählst du die passende Aussage.
\(08\)VERTIEFEN
Was geschieht weit links und weit rechts?
Wähle das Verhalten in den angegebenen Richtungen. \(x\to-\infty\) bedeutet: \(x\) wird negativ mit immer größerem Betrag.
Bei negativen Exponenten beschreiben „von oben“ und „von unten“ das Vorzeichen der Werte, die sich null nähern.
Ein Hinweis für dich
Bei positiven Exponenten wächst \(|x^n|\) mit \(|x|\). Bei negativen Exponenten wird der Kehrwert eines immer größeren Betrags immer kleiner.
Lösung und Begründung anzeigen
LÖSUNGSWEG
\(x^6\to+\infty\) für \(x\to-\infty\): Eine gerade Potenz ist positiv. \(x^5\to-\infty\) für \(x\to-\infty\): Eine ungerade Potenz bleibt links negativ.
\(x^{-2}=\frac{1}{x^2}\to0\) von oben für \(x\to+\infty\). \(x^{-3}=\frac{1}{x^3}\to0\) von unten für \(x\to-\infty\).
Die übrigen Richtungen: Rechts wachsen beide positiven Potenzen gegen \(+\infty\). Links nähert sich \(x^{-2}\) ebenfalls null von oben; rechts nähert sich \(x^{-3}\) null von oben. Bei negativen Exponenten ist \(y=0\) eine waagerechte Asymptote und wird nie erreicht.
\(09\)VERTIEFEN
Bei null beide Seiten getrennt betrachten.
Untersuche die Annäherung an \(0\) bei \(f(x)=x^{-2}\) und \(g(x)=x^{-3}\).
\(x\to0^-\): negative Zahlen nähern sich null. \(x\to0^+\): positive Zahlen nähern sich null. Einsetzen von \(x=0\) ist nicht erlaubt.
Ein Hinweis für dich
Der Nenner nähert sich null. Ein sehr kleiner positiver Nenner liefert einen großen positiven Kehrwert, ein sehr kleiner negativer Nenner einen großen negativen.
Lösung und Begründung anzeigen
LÖSUNGSWEG
Bei \(f(x)=\frac{1}{x^2}\) ist der Nenner auf beiden Seiten positiv: Für \(x\to0^-\) und \(x\to0^+\) wächst \(f(x)\) gegen \(+\infty\).
Bei \(g(x)=\frac{1}{x^3}\) bleibt das Vorzeichen von \(x\) erhalten: Für \(x\to0^-\) fällt \(g(x)\) gegen \(-\infty\); für \(x\to0^+\) wächst \(g(x)\) gegen \(+\infty\).
Für beide Funktionen ist \(x=0\) eine senkrechte Asymptote. „Unendlich“ ist hier kein Funktionswert bei null.
\(10\)GRUNDLAGEN
Welche Punkte teilen sich die Graphen?
Betrachte die Familie \(f_n(x)=x^n\) mit ganzzahligen \(n\ne0\). Ergänze die gemeinsamen Werte und prüfe den Ursprung.
Ein Hinweis für dich
Eine Potenz von \(1\) bleibt \(1\). Bei \(-1\) entscheidet gerade oder ungerade. Bei \(0\) entscheidet positiv oder negativ.
Lösung und Begründung anzeigen
LÖSUNGSWEG
Für jedes erlaubte \(n\) gilt \(1^n=1\). Alle Graphen gehen durch \((1\mid1)\).
Für gerade \(n\) gilt \((-1)^n=1\), auch beim Kehrwert. Diese Graphen teilen \((-1\mid1)\). Für ungerade \(n\) gilt \((-1)^n=-1\); diese Graphen teilen \((-1\mid-1)\).
Nur die Graphen mit \(n>0\) gehen durch \((0\mid0)\). Für \(n<0\) ist \(x=0\) nicht definiert. Der Exponent \(n=0\) ist in dieser Lernpfadfamilie ausgeschlossen.
Verschiebung in x-Richtung
DEIN AUFTRAG
Erst vermuten, dann eine Sache verändern und schließlich die Regel entdecken.
1 VON 3 – ANSCHAUEN UND VERMUTEN
Was passiert mit dem Graphen, wenn du ihn nach rechts verschiebst? Achte auf den orange markierten Punkt.
Die Achsen bleiben fest.
VorherNachher
Andere Grundfunktion oder anderen Punkt vergleichen
Die Regel bleibt dieselbe. Vergleiche jetzt einen zweiten Fall.
Bei \(c=1\) steht im Term \(x-1\), der Graph wandert aber nach rechts. Denn aus der alten Stelle \(x=1\) wird die neue Stelle \(x=2\): Dort ist \(2-1=1\). Bei negativen Exponenten wandert auch die Definitionslücke nach \(x=c\).
Verschiebung in y-Richtung
DEIN AUFTRAG
Erst vermuten, dann eine Sache verändern und schließlich die Regel entdecken.
1 VON 3 – ANSCHAUEN UND VERMUTEN
Was passiert mit dem Graphen, wenn alle Punkte nach oben wandern? Welche Koordinate bleibt gleich?
Die Achsen bleiben fest.
VorherNachher
Andere Grundfunktion oder anderen Punkt vergleichen
Die Regel bleibt dieselbe. Vergleiche jetzt einen zweiten Fall.
Die x-Stellen bleiben gleich. Bei negativen Exponenten wandert die waagerechte Asymptote von \(y=0\) nach \(y=d\).
Streckung und Stauchung in y-Richtung
DEIN AUFTRAG
Erst vermuten, dann eine Sache verändern und schließlich die Regel entdecken.
1 VON 3 – ANSCHAUEN UND VERMUTEN
Was passiert mit dem markierten Punkt, wenn du seine Höhe verdoppelst? Welche Koordinate bleibt gleich?
Die Achsen bleiben fest.
VorherNachher
Andere Grundfunktion oder anderen Punkt vergleichen
Die Regel bleibt dieselbe. Vergleiche jetzt einen zweiten Fall.
Der Faktor \(a\) multipliziert jede Höhe. Auch eine negative Höhe hat danach den \(a\)-fachen Abstand zur x-Achse. In dieser Lektion ist \(a>0\); das negative Vorzeichen folgt bei der Spiegelung.
Streckung und Stauchung in x-Richtung
DEIN AUFTRAG
Erst vermuten, dann eine Sache verändern und schließlich die Regel entdecken.
1 VON 3 – ANSCHAUEN UND VERMUTEN
Was passiert, wenn im Inneren der Funktion eine größere Zahl mit x multipliziert wird? Vermute: Wird der Graph breiter oder schmaler?
Die Achsen bleiben fest.
VorherNachher
Andere Grundfunktion oder anderen Punkt vergleichen
Die Regel bleibt dieselbe. Vergleiche jetzt einen zweiten Fall.
Der Faktor im Term und die Breite wirken umgekehrt: Bei \(b=2\) genügt die halbe x-Stelle, um dieselbe Höhe zu erreichen. Bei \(b=\frac12\) brauchst du die doppelte x-Stelle. Der geometrische Faktor ist \(\frac1{|b|}\). In dieser Lektion ist \(b>0\); das negative Vorzeichen folgt bei der Spiegelung.
Spiegelung an der x-Achse
DEIN AUFTRAG
Erst vermuten, dann eine Sache verändern und schließlich die Regel entdecken.
1 VON 3 – ANSCHAUEN UND VERMUTEN
Wie sieht der Graph aus, wenn oben und unten vertauscht werden? Die x-Achse ist der Spiegel.
Mit \(a=-1\) spiegelst du an der \(x\)-Achse.
Die Achsen bleiben fest.
VorherNachher
Andere Grundfunktion oder anderen Punkt vergleichen
Die Regel bleibt dieselbe. Vergleiche jetzt einen zweiten Fall.
Das Minus steht außen: \(g(x)=-f(x)\). Der Abstand zur x-Achse bleibt gleich, nur die Seite wechselt. Die Definitionsmenge bleibt erhalten.
Spiegelung an der y-Achse
DEIN AUFTRAG
Erst vermuten, dann eine Sache verändern und schließlich die Regel entdecken.
1 VON 3 – ANSCHAUEN UND VERMUTEN
Wie sieht der Graph aus, wenn links und rechts vertauscht werden? Die y-Achse ist der Spiegel.
Mit \(b=-1\) spiegelst du an der \(y\)-Achse.
Die Achsen bleiben fest.
VorherNachher
Andere Grundfunktion oder anderen Punkt vergleichen
Die Regel bleibt dieselbe. Vergleiche jetzt einen zweiten Fall.
Das Minus steht innen: \(g(x)=f(-x)\). Der Abstand zur y-Achse bleibt gleich, nur die Seite wechselt. Probiere anschließend \(n=2\): Dann decken sich beide Graphen, weil die Parabel bereits zur y-Achse symmetrisch ist.
Transformationen Schritt für Schritt verbinden
DEIN AUFTRAG
Verfolge bei jedem Schritt den orange markierten Punkt. Es kommt immer nur eine Veränderung hinzu.
VorherNachher
Auch den inneren Faktor \(b\) verbinden
Ein zweites Beispiel: erst mit \(b=\frac12\) breiter machen, dann mit \(c=1\) nach rechts und mit \(d=1\) nach oben.
Nach deiner Auswahl gehst du im Tool wieder Schritt für Schritt weiter.
Alle vier Buchstaben zusammenführen
\(g(x)=a\cdot\bigl(b(x-c)\bigr)^n+d\)
\(a\): Höhen verändern; ein negatives Vorzeichen spiegelt an der x-Achse.
\(b\): Breite verändern, mit geometrischem Faktor \(\frac1{|b|}\); ein negatives Vorzeichen spiegelt an der y-Achse.
\(c\): nach rechts oder links verschieben.
\(d\): nach oben oder unten verschieben.
Für Streckungen und Stauchungen verwenden wir \(a\ne0\) und \(b\ne0\). Die Verschiebungen kommen nach dem Verändern der Abstände.
Transformationen üben und prüfen
DEIN AUFTRAG
Beschreibe die Wirkung der Buchstaben. Die Idee steht im Vordergrund; du brauchst keine langen Rechnungen.
Die Idee hinter a und b.
Du gehst jeweils von \(f(x)=x^2\) aus. Beschreibe, wie die Faktoren den Graphen verändern.
Lösung und Begründung anzeigen
\(a=2\) verdoppelt jede Höhe. \(b=2\) halbiert die x-Abstände zur y-Achse: Der Graph wird schmaler. \(b=\frac12\) verdoppelt diese Abstände: Der Graph wird breiter.
Drei kleine Veränderungen erkennen.
Entstanden ist \(g(x)=2(x-1)^2+1\). Beschreibe die drei Schritte ausgehend von \(f(x)=x^2\).
Lösung und Begründung anzeigen
Zuerst verdoppelt \(a=2\) die Höhen. Danach verschiebt \(c=1\) den Graphen um 1 nach rechts. Schließlich verschiebt \(d=1\) ihn um 1 nach oben. Der innere Faktor ist hier \(b=1\).
Ein Faktor vor der Potenz
DEIN AUFTRAG
Vergleiche \(x^n\) und \(a x^n\). Verändere \(a\): Was passiert mit den Punkthöhen? Was geschieht, wenn \(a\) negativ wird?
DER KERN
Der Faktor \(a\) multipliziert jede Höhe. Bei \(|a|>1\) werden ihre Beträge größer, bei \(0<|a|<1\) kleiner. Ein negatives \(a\) spiegelt den Graphen zusätzlich an der \(x\)-Achse.
Die Art der Symmetrie bleibt erhalten. Der Punkt bei \(x=1\) hat nun die Höhe \(a\): \(f(1)=a\).
WAS DU ERKENNST
Grundfunktion \(x^n\)
Punkte und Symmetrie genauer prüfen
Wir verwenden \(a\ne0\). Bei geradem Exponenten ist \(f(-1)=a\); bei ungeradem ist \(f(-1)=-a\). Für positive Exponenten bleibt \((0\mid0)\) erhalten. Die Definitionsmenge ändert sich nicht.
Die beiden Punkte wurden an der \(x\)-Achse gespiegelt. Ihre Punktsymmetrie zum Ursprung bleibt erhalten. Bei einem negativen Faktor vertauschen sich auf jedem bisherigen Monotonieintervall Steigen und Fallen.
Vom Graphen zum Term
DEIN AUFTRAG
Ordne einen Graphen einer der vier Exponentenklassen zu. Begründe deine Entscheidung mit einer Beobachtung am Graphen, einem Tabellenwert und dem passenden Term.
Fester Ausschnitt. Die markierten Punkte gehören zur Tabelle.
WERTETABELLE
SO GEHST DU VOR
Bei null: Geht der Graph durch \((0\mid0)\), oder ist \(x=0\) ausgeschlossen? Das unterscheidet positive und negative Exponenten.
Punktpaare: Passt die Spiegelung an der \(y\)-Achse oder am Ursprung? Das unterscheidet gerade und ungerade Exponenten.
Beide Enden: Beschreibe links und rechts getrennt. Passt das Verhalten zur vermuteten Klasse?
Die Klasse kennen heißt noch nicht den Exponenten kennen
Diese Zuordnung gilt für die Basisfunktionen \(x^n\). \(x^2\) und \(x^4\) haben dieselbe Symmetrie, dieselben gemeinsamen Punkte und dasselbe Verhalten an den Enden.
Ein zusätzlicher Wert kann sie unterscheiden:
\(2^2=4,\qquad2^4=16\)
Auch \(x^{-2}\) und \(x^{-4}\) gehören zur selben Klasse. Bei \(x=2\) ergeben sie jedoch \(\frac14\) und \(\frac1{16}\). Faktoren oder Verschiebungen erfordern weitere Überlegungen.
Üben und prüfen
DEIN AUFTRAG
Rechne und begründe zuerst selbst. Prüfe dann deine Antworten; Hinweise und Lösungswege kannst du aufklappen.
Zahlen mit Komma oder Punkt und Brüche wie \(-\frac18\) sind möglich. Bei Auswahlfeldern wählst du die passende Aussage.
\(11\)VERTIEFEN
Vom Graphenmerkmal zur Exponentenklasse.
Es gilt jeweils \(f(x)=x^n\) mit ganzzahligem \(n\ne0\). Bestimme aus den Merkmalen die Exponentenklasse. Die genaue Zahl \(n\) lässt sich daraus noch nicht eindeutig bestimmen.
Ein Hinweis für dich
Die Symmetrie verrät gerade oder ungerade. Eine Definitionslücke bei null und Annäherung an \(y=0\) bei großem \(|x|\) verraten einen negativen Exponenten.
Lösung und Begründung anzeigen
LÖSUNGSWEG
A: negativ und gerade. Die \(y\)-Achsen-Symmetrie verrät einen geraden Exponenten. Die Definitionslücke bei null und das dortige Wachstum gegen \(+\infty\) passen zu einem negativen geraden Exponenten.
B: positiv und ungerade. Punktsymmetrie verrät ungerade. Der Ursprung gehört zum Graphen; daher ist der Exponent positiv.
C: negativ und ungerade. Punktsymmetrie verrät ungerade, die Definitionslücke und die Annäherung an die \(x\)-Achse verraten negativ.
Zu A passen beispielsweise \(n=-2\) und \(n=-4\), zu B \(n=1\) und \(n=3\), zu C \(n=-1\) und \(n=-3\).
\(12\)TRANSFER
Ein Faktor spiegelt und streckt.
Übertrage die Eigenschaften von \(x^{-3}\) auf \(g(x)=-2x^{-3}=\frac{-2}{x^3}\). Berechne die Werte und prüfe Symmetrie und Verhalten weit rechts.
Ein Hinweis für dich
Der Faktor \(-2\) spiegelt den Graphen an der \(x\)-Achse und verdoppelt alle \(y\)-Werte im Betrag. Er ändert weder die Definitionsmenge noch die Art der Symmetrie.
Der Graph bleibt punktsymmetrisch zum Ursprung. Für \(x\to+\infty\) wird \(g(x)\) negativ mit immer kleinerem Betrag: Er nähert sich null von unten.
Für \(a\ne0\) behält \(a x^n\) die Symmetrie und Definitionsmenge von \(x^n\). Bei \(a<0\) kehren sich die Vorzeichen aller Funktionswerte sowie die Richtungen der unendlichen Grenzwerte um. Der gemeinsame Punkt bei \(x=1\) ist nun \((1\mid a)\).
DAS NIMMST DU MIT
Verbinde Graph, Tabelle und Term: Positiv oder negativ entscheidet über Produkt oder Kehrwert und die Stelle \(0\). Gerade oder ungerade entscheidet über passende Spiegelpaare. Beschreibe das linke und rechte Ende getrennt. Die Punkte bei \(-1\), \(0\) und \(1\) helfen dir beim Prüfen.
0 von 12 Aufgaben gelöst.
Dein Fortschritt wird in diesem Browser gespeichert. Eine Aufgabe zählt, wenn alle Teilantworten richtig sind.
Mathematischer Hintergrund
∑
π
√x
∫
x²
∞
Δ
f(x)
Wir verwenden Cookies, um das einwandfreie Funktionieren und die Sicherheit der Website zu gewährleisten und eine bestmögliche Nutzererfahrung zu bieten.
Erweiterte Einstellungen
Hier können Sie Ihre bevorzugten Cookie-Einstellungen anpassen. Aktivieren oder deaktivieren Sie die folgenden Kategorien und speichern Sie Ihre Auswahl.
Die essentiellen Cookies sind für das sichere und korrekte Funktionieren unserer Website und den Registrierungsprozess unerlässlich.
Die funktionellen Cookies speichern Ihre Präferenzen für unsere Website und ermöglichen eine individuelle Anpassung.
Die Performance-Cookies stellen ein angepasstes Funktionieren der Website sicher.
Die Marketing-Cookies ermöglichen es uns, die Leistung unserer Website zu messen und analysieren.